Einstieg ins Brushlettering: 5 Tipps für Anfänger

unbeauftragte Werbung – dieser Beitrag enthält freiwillige Produktempfehlungen und Verlinkungen für meine Leser.

Brushlettering ist eine wunderbare Möglichkeit dekorative Schriften mit einem Kontrast zwischen dicken und dünnen Linien zu gestalten. Dafür verwendet man Brush Pens (Pinselstifte) oder richtige Pinsel, mit denen man durch Druck die Strichbreite variieren kann. Da unser Muskelgedächtnis diese Bewegung nicht gewohnt ist, muss man neue Bewegungen trainieren. Das braucht zu Beginn regelmäßig Übung, bis diese Bewegungen verinnerlicht sind. Und das Üben zahlt sich absolut aus. Brush Pens sind großartige Stifte mit denen du viele coole Effekte zaubern kannst.

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Für den Einstieg ins Brushlettering sind einige Tipps hilfreich, die dir das Üben vereinfachen. Auf jeden Fall ist auch ein Workshop zu empfehlen, in dem du die Möglichkeit hast Fragen zu stellen, Stifte zu testen und viele zusätzliche Tipps erhältst. So ein Einsteiger-Workshop ist mein Classic-Workshop, der regelmäßig im Kunstpark in Herne stattfindet (außer natürlich zur Zeit in der Corona-Krise).

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1. Brush Pens für den Einstieg

Im Handel findest du eine Vielzahl toller Brush Pens. Auf der einen Seite ist das großartig, da für jeden etwas dabei ist, und so viele schöne Farben zur Auswahl stehen. Auf der anderen Seite sind die Brush Pens sehr unterschiedlich in Größe und Festigkeit, so dass nicht unbedingt jeder Brush Pen für Anfänger geeignet ist. Und das ist natürlich total individuell, weshalb es immer hilfreich ist, verschiedene Stifte zu testen. Aus meiner Erfahrung in den Workshops, kommen die meisten Anfänger am besten mit etwas festeren Spitzen klar. Daher habe ich für diesen Beitrag Stifte ausgewählt, die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern häufig bevorzugt werden. Das kann aber trotzdem heißen, dass dir vielleicht ein ganz anderer Stift besser gefällt. Das ist immer der Vorteil eines Workshops, da du hier ausgiebig testen kannst.

Der Pentel Arts Touch Sign Pen und der Tombow Fudenosuke Brush Pen sind zwei tolle Stifte, die in verschiedenen Farbtönen erhältlich sind. Wie du auf dem unteren Bild sehen kannst, kannst du mit ihnen eher kleinere Schriften lettern. Beide Stifte sind sehr robust und können sogar zum Beispiel auf Kraft- oder Aquarellpapier verwendet werden. Ich verwende sie gerne für Etiketten oder Karten. Aufgrund ihrer Größe eignen sie sich auch wunderbar fürs Bullet Journaling.

Der Stabilo Pen 68 brush und der Fibralo Brush von Caran d’Ache sind etwas größer, haben aber auch recht feste Spitzen. Beide Stifte gibt es in verschiedenen Farbtönen.

Der größte Brush Pen dieser Auswahl ist der Aqua Brush Duo von Lyra. Er hat auch noch eine Filzstiftseite. Auch ihn gibt es in verschiedenen Farbtönen.

2. Papier zum Üben

Da viele Brush Pens empfindlich sind und an ihrer Spitze ausfransen können, solltest du das richtige Papier für deine Übungen verwenden. Dieses sollte möglichst glatt (satiniert) sein, um die Spitzen zu schonen. Oben im Bild siehst du den Rhodia Dort Pad Block, mit glattem Papier, dass dir durch das Punkteraster auch Orientierung gibt. Außerdem kannst du auch glattes Kopierpapier verwenden, zum Beispiel Papyrus Color Copy, Navigator Colour Documents ultra smooth, Clairefontaine Druckerpapier DCP oder HP Colour Choice Laserpapier. Hier findest du auch einige Vorlagen, die du auf dieses Papier drucken kannst.

Eine tolle Möglichkeit bietet dir auch Transparentpapier. Das kannst du auf deine Vorlagen legen und diese dann wiederholen.

Übung aus: Brushlettering Quick Start Block

3. Stifthaltung beim Brushlettering

Die Stifthaltung beim Brushlettering ist wichtig, da die besondere Form des Stiftes nur in der richtigen Position optimal funktioniert. Wenn du einen Brush Pen so verwendest, wie du normalerweise handschriftliche Notizen schreibst, gelingen keine gleichmäßigen Übergänge zwischen dicken und dünnen Linien. Zudem schont die richtige Stifthaltung die Stiftspitzen.

So ist es richtig.

Halte den Stift möglichst schräg und zwischen Daumen und Zeigefinger. Von unten stützt der Mittelfinger den Stift ab. Vermeide es, den Stift zu sehr in deine Richtung zu halten, da dir so, keine schönen breiten Abstriche gelingen werden, wie du im nächsten Bild sehen kannst.

So besser nicht.

Der Winkel vom Stift zum Papier sollte möglichst klein sein. Zu diesem Zweck kannst du den Stift auch weiter hinten anfassen.

So ist es richtig.

Auf keinen Fall solltest du den Brush Pen zu aufrecht halten. Wie du siehst, knickt dabei die Spitze ab und wird so schnell kaputt gehen.

So besser nicht!

4. Brushlettering-Basisstriche üben

Zum Einstieg ins Brushlettering ist es wichtig, die Basisstriche zu üben. Aus diesen Strichen kannst du die Buchstaben Schritt für Schritt zusammen setzen.

Wichtig ist es, möglichst langsam zu lettern, um im richtigen Moment Druck auf den Stift auszuüben, bzw. diesen zu lösen. Außerdem sollte es eine flüssige (aber langsame) Bewegung sein.

Unten findest du eine Übungsseite mit Basisstrichen, die du für den privaten Gebrauch ausdrucken kannst. Diese eignet sich für Brush Pens in mittlerer Größe, wie z.B. Fibralo Brush von Caran d’Ache, Stabilo Pen 68 brush, Online Calli.Brush, Edding 1340, Faber-Castell Pitt Artist Pen. Wenn du einen größeren Brush Pen verwendest, lettere nicht mit vollem Druck. Ein kleinerer Brush Pen füllt die Lineatur nicht ganz aus. Ein Block mit Pünktchenraster ist daher immer sehr vielseitig einsetzbar und du kannst je nach Größe deines Brush Pens Basisstriche und Buchstaben üben.

Hier kannst du dein Übungsblatt downloaden!

5. Brushlettering Quick Start Block

Zum Schluss habe ich noch einen Buch-Tipp für dich. In meinem Quick Start Block findest du eine Vielzahl von Übungen zum einfach „Loslettern“ direkt im Block. Von Übungen zu Basisstrichen, über Buchstaben, Wörtern, Sprüchen, Schnörkeln bis zu Dekoelementen und -Ideen auch zum Ausschneiden. Also der perfekte Begleiter für deinen Einstieg ins Brushlettering!

Du findest immer eine kurze Beschreibung und Tipps und eine Übungsseite, auf der du lettern kannst.

Alle Übungen und Buchstaben sind natürlich immer exemplarisch. Je mehr du übst und die Bewegung verinnerlichst und automatisierst, umso mehr passen sich die Buchstaben an deinen Stil an.

Falls du noch weitere Materialien rund ums Handlettering suchst, schau einmal hier im Kunstpark vorbei. Schreibe mir auch gerne, falls du noch Fragen zu deinem Einstieg ins Brushlettering hast!

Viel Spaß beim Lettern!

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